Basisfachausbildung: Sie fragen - wir antworten


Damit Sie sich die Kompetenzen für eine professionelle Tätigkeit als Ausbildnerin, als Ausbildner im Bereich Hundehaltung erwerben können, brauchen Sie eine kompetente Bildungsorganisation an Ihrer Seite.

cumcane familiari verbindet das know how von Kynologie und Verhaltensbiologie mit Grundsätzen der Erwachsenenbildung auf hohem Niveau und kann Ihnen eine kompetente und praxisorientierte  Lernbegleitung garantieren.

Basisfachausbildung Hundetrainerin, Hundetrainer SKN

Welches sind die Stärken von cumcane familiari?

  • Die Absolvent/innen erarbeiten sich die Grundprinzipien eines artgerechten, alltagstauglichen, motivations- und bedürfnisorientierten Hundetrainings (siehe auch Grundprinzipien der Trainingsarbeit)
  • Das breit abgestützte Bildungskonzept berücksichtigt inhaltlich Themen aus Kynologie, Erwachsenenbildung, medizinische und rechtliche Aspekte und setzt den Schwerpunkt beim Praxistransfer.
  • Die starke Praxisorientierung garantiert nachhaltiges Lernen -> Die Teilnehmenden lernen, individuelle Situationen mit Mensch-Hund zu beobachten, die Teams zu beraten, zu begleiten. Sie lernen keine Rezepte auswendig, sondern erarbeiten sich eine flexible und bunte Werkzeugkiste mit unterschiedlichen Instrumenten, die sie – je nach Situation und Fragestellung – im Training einsetzen können.
  • Eine enge Lernbegleitung durch das Ausbildungsteam (Lernplattform, Praxisbesuche, Praxisberatung) garantiert, dass Anliegen und Fragen schnell aufgenommen und gemeinsam bearbeitet werden können.
  • Fundierte schriftliche Rückmeldungen zu Aufgaben und Arbeiten durch das Ausbildungsteam unterstützen das persönliche Lernen.
  • Die Gestaltung einer respektvollen und wertschätzenden Arbeitsbeziehung zwischen Ihnen als Teilnehmerin, als Teilnehmer und uns Ausbildenden ist für uns selbstverständlich. Im Lehren werden die Prinzipien der Erwachsenenbildung konsequent berücksichtigt.



Auf welchen Grundprinzipien basiert die Trainingsarbeit von cumcane familiari?

Die Rahmenbedingungen für die Trainingsarbeit bilden Naturwissenschaft, Lerntheorie und Verhaltensbiologie (Verhaltensgenetik, Verhaltensökologie, Neurobiologie). Wir wählen den naturwissenschaftlichen Ansatz deshalb, weil die Wissenschaft das einzige Wissen erweiternde System in unserer Gesellschaft ist, welches sich selbst kontrolliert.

Arbeiten/Forschungsergebnisse werden nur veröffentlicht, wenn sie begutachtet wurden. Fehler, Fehlmeinungen oder gar Betrügereien werden in der wissenschaftlichen Gemeinschaft schnell aufgedeckt und publik gemacht.

Der naturwissenschaftliche Ansatz ist kein System von Antworten, sondern eine Methodik, Fragen zu beantworten; die zentrale Frage lautet: wird eine Behauptung durch Daten gestützt?

Diese Basis garantiert, dass diffuse Vorstellungen, Ideen, Philosophien, Annahmen etc. nicht unkontrolliert an Mensch und Hund praktiziert werden.

 


Wie wird am erwünschten Verhalten der Hunde gearbeitet?

Die Basis unseres Hundetrainings ist die Arbeit über positive Verstärkung.

Erziehungsarbeit über positive Verstärkung führt zu einem Verständnis für den Hund, wie es mit anderen Mitteln nicht zu erreichen ist. Möchte man nämlich die gesamte Palette, alle Möglichkeiten dieser Lernform ausschöpfen, so muss man sich intensiv mit den Bedürfnissen des individuellen Hundes auseinandersetzen. Das ist herausfordernder und anspruchsvoller als ein paar Regeln zur Rangreduktion zu befolgen, den Hund stimmlich zu unterdrücken oder körperlich zu attackieren. Der Lohn aber für diese Mühe ist eine Hund-Mensch-Beziehung voller Vertrauen und Sicherheit.

Positive Verstärkung bedeutet nicht

-      keine Grenzen setzen

-      Belohnung nur über Futter

-      unerwünschtes Verhalten ignorieren

-      den Hund verwöhnen

-      den Hund vermenschlichen

Positive Verstärkung bedeutet

-      Konzentration auf erwünschtes Verhalten

-      vielfältige Alltagsbelohnungen

-      den Hund fordern und fördern

-       unerwünschtes Verhalten verhindern und unterbrechen ohne den Hund zu bedrängen, zu bedrohen, zu erschrecken und/oder zu ängstigen.

Unabhängig ob es sich um Aufgaben wie das Apportieren, um Vermeidung problematischen Verhaltens wie das Stellen und Verbellen von Joggern geht oder um schwerwiegend aggressives Verhalten: Positive Verstärkung ist für uns das Mittel der Wahl, um schnell und sicher zu guten Resultaten zu kommen.

 


Was spricht dafür, die Basisfachausbildung bei cumcane familiari zu besuchen?

  • Die Basis des Lehrganges bildet ein ständig aktualisiertes Fachwissen in Kynologie und Erwachsenenbildung.
  • Die Lehrgänge werden laufend, unter Einbezug der Teilnehmenden, im Team evaluiert und qualitativ weiter entwickelt.
  • Ein kleines Ausbildungsteam mit ausgewiesenen Kompetenzen im jeweiligen Fachbereich und in der Erwachsenenbildung garantiert nachhaltiges Lernen.
  • Persönliche und individuelle Lernbegleitung ist uns wichtig, denn wirksame Lernprozesse brauchen Zeit. In unserer Ausbildung erhalten Sie den nötigen Raum, Gelerntes in die Praxis umzusetzen, auszuprobieren und die aufgetauchten Fragen mit der Kursgruppe und den Ausbildenden zu besprechen.
  • Gutes Verhältnis Leistung <-> Kosten, das heisst: 
    • 196 geleitete Ausbildungsstunden inkl. Abschlussprüfung (gesetzl. vorgegeben sind 140 Stunden) , begleitete Lernzeit von 70 Lernstunden,  Selbststudium, schriftliche Arbeiten sowie Transfergruppenarbeit von ca. 70 Lernstunden – insgesamt 336 Lernstunden.
    • Die Präsenztage werden (mit Ausnahme der Module Erwachsenenbildung und Medizinische Grundlagen) mindestens von 2 Ausbildenden - mit Unterstützung durch Praxiscoaches - geleitet. Das ermöglicht eine enge Lernbegleitung der Teilnehmenden.
    • In den Praxisberatungen via Skype, moderiert durch eine Lehrperson, können Sie Ihre aktuellen Fragen in einer Transfergruppe besprechen und Lösungen entwickeln.
    • Ein/e Ausbildner/in besucht sie in Ihrer Praxis, unterstützt Sie und hilft, die Abschlussprüfung vozubereiten.
    • Sie erhalten eine umfangreiche Dokumentation (Lerhmittel und Unterlagen, ca. 650 Seiten über den gesamten Lehrgang).
    • Sie werden auf die Lernplattform Moodle frei geschaltet und in Ihrem Lernen zwischen den Modulen begleitet.
    • An 14 Ausbildungstagen können Sie ein Mittagessen in Bio-Knospe-Qualität geniessen.

Welcher konkrete Nutzen resultiert für mich aus der Basisfachausbildung?

  • Sie verfügen nach Ausbildungsabschluss über ein breites, aktuelles und wissenschaftlich begründbares Wissen aus Kynologie und Erwachsenenbildung.
  • Sie entwickeln gezielte Handlungskompetenzen, die Sie in Ihrem Trainer/innenalltag direkt einsetzen können:
    • Sie erstellen Lektions- und Unterrichtsplanungen, die Sie in Ihrer Unterrichtstätigkeit 1:1 unterstützen.
    • Sie erarbeiten Trainingsanleitungen, welche Sie Ihren Kundinnen und Kunden zur Unterstützung abgeben können.
    • Sie verfügen über einen breiten Werkzeugkoffer für die Trainingsarbeit mit Hunden und die Lernarbeit mit Menschen.
    • Sie können den obligatorischen Kurs Sachkundenachweis in Theorie und Praxis anbieten.
    • Sie können sich nach dem Abschluss der Ausbildung im Netzwerk cumcane familiari mit Berufskolleg/innen vernetzen, vergünstigte Weiterbildungen besuchen, an Praxisaustauschgruppen teilnehmen...



Kann ich Referenzen einholen?

Selbstverständlich! Schreiben Sie uns eine Mail und wir werden Ihnen die Kontaktdaten von Absolventinnen und Absolventen der Ausbildung zustellen.



Wie ist die Basisfachausbildung strukturiert?

Die Ausbildung ist spiralförmig aufgebaut. Das heisst, die thematischen Module à 2 - 4 Tage sind miteinander vernetzt und bauen auf dem vorhergehenden Modul auf. In der Regel findet 1 Modul pro Monat statt.

Unsere Überzeugungen:

-  nachhaltiges Lernen braucht Zeit -> mit der Basisfachausbildung setzen wir nicht auf
   Schnelligkeit - der Lehrgang dauert 9 Monate.

-  Respektvolle und wertschätzende Arbeitsbeziehungen zwischen Leitung und
   Teilnehmenden und unter den Teilnehmenden fördern den Lernprozess -> wir setzen
   nicht auf Masse! Maximal 20 Teilnehmende werden pro Kurs aufgenommen.

Die Termine für den nächsten Lehrgang finden Sie hier

 


Welche Inhalte werden in der Basisfachausbildung bearbeitet?

Die Themenbereiche der Basisfachausbildung SKN sind in der "Verordnung des EDV über Ausbildungen in der Tierhaltung und im Umgang mit Tieren" festgelegt.

In der konkreten Umsetzung bearbeiten wir unter anderem folgende Inhalte:

Kynologie

  • Grundlagen Lerntheorie
  • Lerntheorie und Verhaltensbiologie
  • Domestikation
  • Hundetypen (Hunderassen)
  • Verhaltensontogenese und Genetik/Umwelt
  • Trainings- und Managementverfahren
  • Erstellen von Trainingsunterlagen
  • Medizinische Grundlagen; Fütterung; Notfallsituationen und 1. Hilfe
  • Rechtliche Grundlagen und Tierschutz

Erwachsenenbildung

  • Merkmale des Lernens Erwachsener
  • Lernfördernde Kommunikation im Unterricht, im Training
  • Gruppen leiten
  • Didaktische Leitfragen
  • Planung und Aufbau der theoretischen und praktischen Kurse SKN

 


Brauche ich ein Praxisfeld während der Ausbildung?

Der gesamte Lehrgang ist sehr praxisorientiert ausgerichtet. Deshalb müssen die Teilnehmenden über ein entsprechendes Praxisfeld verfügen. 

Das bedeutet, dass Sie regelmässig Gruppen - und Einzeltraining als Hundetrainerin (auch in Co-Leitung) durchführen. Der Praxistransfer hat hohes Gewicht und bildet auch Teil der Aufgaben und Arbeiten. Zum Beispiel bei den gegenseitigen Praxisbesuchen, Reflexionsarbeiten, Trainingsprotokollen etc.

 


Wie komme ich zu einem Praxisfeld?

Wenn Sie über kein Praxisfeld verfügen, können Sie unverbindlich bei einer/einem cumcane familiari Trainer/in nachfragen, ob die Möglichkeit besteht, ein Praktikum zu absolvieren.

Die entsprechenden Angaben zu den Tainer/innen SKN cumcane familiari finden Sie hier

 


Mit welchem Aufwand muss ich neben den Ausbildungstagen noch rechnen?

Für Selbststudium, schriftliche Arbeiten, gegenseitige Praxisbesuche etc. müssen im Durchschnitt 3 - 4 Stunden pro Woche eingesetzt werden.

 


Was geschieht, wenn ich einmal fehlen muss?

Die Absenzenregelung sieht vor, dass Sie nicht mehr als 10% Fehlzeiten auf die gesamte Ausbldungszeit haben (ca. 2,5 Tage).

Die Themen "Rechtliche Grundlagen" und "Medizinische Grundlagen" müssen besucht sein. Ist jemand an diesen Tagen verhindert und kann nicht teilnehmen, müssen diese Inhalte auf eigene Kosten nachgeholt werden.

 


Gibt es Prüfungen während der Basisfachausbildung?

Sie werden während der Ausbildung schriftliche Arbeiten in Einzel- oder Gruppenarbeit ausführen. Diese werden vom Ausbildungsteam begutachtet und Sie erhalten schriftliche Rückmeldungen.

Die Arbeiten werden aber nicht benotet. Wir verstehen diese als Lernunterstützung und Lernbegleitung.

 


Was wird an der Abschlussprüfung geprüft?

Die "Verordnung des EDV über Ausbildungen in der Tierhaltung und im Umgang mit Tieren" schreibt vor, dass die Abschlussprüfung einen praktischen, schriftlichen und mündlichen Teil beinhaltet.

Unsere Abschlussprüfung ist sehr praxisorientiert ausgerichtet. Ihre praktische Trainings- bzw. Lehrtätigkeit steht im Zentrum und bildet den Ausgangspunkt für die Prüfung.



Welche Voraussetzungen muss ich für die Aufnahme erfüllen?

  • Mindestens 3 Jahre allgemeine Berufserfahrung.
  • Mindestens 3 Jahre Erfahrung mit einem eigenen Hund. Der eigene Hund, mit dem während der Ausbildung gearbeitet wird, ist 1 Jahr alt und älter.
  • Erfahrung in der alltagsorientierten Familienhundeausbildung (Junghunde, Erziehungskurse, Plauschgruppen, verhaltensorientiertes Training, Plauschsport, Hundsport...).
  • Mindestalter 25 Jahre
  • Sicherheit im sprachlichen Ausdruck (deutsch mündlich und schriftlich)
  • Praxisbezug: Konkretes Anwendungsfeld als (Co-)Leiterin von Trainingseinheiten (Hundehaltende werden in Kursen ausgebildet und begleitet).
  • Gute Computer-Anwenderkenntnisse



Was sind wichtige, grundlegende Kompetenzen für zukünftige Hundetrainerinnen und Hundetrainer?

  • Eine gute, immer wieder gezielt trainierte Beobachtungsfähigkeit
  • Interesse nicht nur am Hund, sondern auch am Menschen
  • Wissenschaftlich begründbares Fachwissen in Kynologie
  • Fähigkeit, auf die individuelle Situation bezogen Lösungen zu entwerfen
  • Fähigkeit, Menschen im Lernen zu begleiten
  • Das eigene Tun und Handeln hinterfragen, reflektieren und weiter entwickeln