Von Unikaten & Unikötern


"Unikat (lat. unus einer, ein einziger) bezeichnet die Einzigartigkeit eines Objektes. Handgefertigte Werke der Kunst, beispielsweise eine Maßanfertigung im Modedesign sind zwangsläufig Unikate. Lebewesen sind im weiteren Sinne ebenfalls Unikate."  (Wikipedia)

Dieser Blog dreht sich um die Verbindung zwischen Mensch und Hund, die in vielerlei Hinsicht selbst einzigartig ist. Wohl kaum eine andere Lebensgemeinschaft zwischen uns und einem Tier ist so facettenreich, intensiv und partnerschaftlich, nicht umsonst spricht man heute vom Hund als einem Sozialpartner. Und das ist es auch, was die Autorinnen und Autoren dieses Blogs verbindet: sie leben und lehren den respektvollen, gewaltfreien und souveränen Umgang mit dem Hund,  verstehen sich und ihren Vierbeiner als Team, in das jeder seine artspezifischen Fähigkeiten, Talente und Vorlieben mitbringt. Von diesem spannenden, manchmal herausfordernden, lehrreichen und wunderbaren Leben als Team wird hier die Rede sein. Und es ist allen Leserinnen und Lesern von Herzen zur Nachahmung empfohlen.

 

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Heureka! (4)

Anja Winter und Alice Bigler …

... welche Erkenntnis innerhalb eurer Ausbildung oder eurem täglichen Umgang mit Hunden hat euch am meisten weitergebracht, also euer Training oder euer Zusammenleben mit oder eure Beziehung zum Hund entscheidend verbessert?

Anja Winter, Inhaberin der Hundeschule "WauHow" in Tägerwilen (TG) www.wauhow.ch, mit River

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Jagdhunde

Glücklich auch ohne Jagdschein?

Man muss keine Jägerin oder ein Jäger sein, um sein Herz an einen Jagdhund zu verlieren. Aber es ist eine Herausforderung, für das gemeinsame Glück ohne Jagdschein zu sorgen. Deshalb sollte sich ernsthaft prüfen, wer einen solchen Hund an sich bindet.

Alle Fotos: Claudia Schulte und Judith Keller
Alle Fotos: Claudia Schulte und Judith Keller
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Intelligenz

Guck mal, da oben fliegt ein Elefant!

Natürlich flog da kein Elefant. Aber der Ausruf plus himmelwärts weisendem Zeigefinger war ein wirksamer Trick, die Aufmerksamkeit des Sandkastengspänlis ausreichend lange abzulenken, um in den Besitz des rosa Backförmchens zu kommen. Wie man inzwischen weiss, sind nicht nur wir Menschen zu derlei Gemeinheiten fähig. Unsere Hunde stehen uns hier in nichts nach, wenn es um ihren Vorteil geht. Achtet also gut auf eure Backförmchen!

Foto via photopin.com

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Grenzen setzen

Wattebausch gegen Wurfkette ...

Es ist der Klassiker unter den Klischées, der von den Kritikern als einer der ersten aus dem Ärmel gezogen wird: Positive Verstärkung sei nichts anderes als antiautoritäre Erziehung, weil sie Strafen ablehne, und ohne Strafe liessen sich schliesslich keine Grenzen setzen. Woher soll also bitteschön ein Hund wissen, was er nicht tun soll? Falsche Fragestellung, findet Martina Maier-Schmid. Denn der Verzicht auf Bestrafung hat für sie nichts mit einer antiautoritären Haltung zu tun, aber alles mit dem Wissen darüber, wie Hunde lernen. Und mit dem Ziel, Grenzen so zu setzen, dass der Hund sie zuverlässig respektiert.

 

Es geht mir im folgenden darum, die Frage zu beantworten, ob man im Leben mit Hunden ganz ohne Verhaltenshemmung, also den Einsatz aversiver Reize, auskommen kann. 

Lassen Sie mich ganz kurz einen Ausflug machen, um zu definieren, was Verhaltenshemmung meint. Verhalten zu hemmen bedeutet, dass Verhalten seltener, weniger intensiv, gar nicht mehr auftritt. Dies kann über zwei Wege erreicht werden:

 

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Musik

Britney Spears hat keine Chance: Hunde lieben es klassisch

Okay. Ausser Wum. Der Co-Showmaster von Wim Thoelke in "Drei mal Neun". Aber der stammt auch aus der Zucht von Loriot, und dessen Hunde sind - wie wir wissen - nicht unbedingt repräsentativ. Die Untersuchung der Belfaster Universität ist da schon einiges ernster zu nehmen.

Übrigens hielt sich "Ich wünsch mir 'ne kleine Miezekatze" 28 Wochen lang auf Platz 1 der deutschen Hitparade.
Die B-Seite "Ich bin ein kleiner Hund" erwies sich hingegen als ein Flop.

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Heureka! (3)

Bettina Stemmler und Carmen Trautmann …

... welche Erkenntnis innerhalb eurer Ausbildung oder eurem täglichen Umgang mit Hunden hat euch am meisten weitergebracht, also euer Training oder euer Zusammenleben mit oder eure Beziehung zum Hund entscheidend verbessert?

Bettina Stemmler, Hundetrainerin, dipl. tierpsychologische Beraterin I.E.T. (www.scotties.ch) und Gründerin der Initiative für gewaltfreies Hundetraining

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Die Dynamik der inneren Antreiber

Sie lieben den Imperativ, und wenn wir sie unwidersprochen gewähren lassen, dann treiben sie uns über kurz oder lang in Dauerfrust, Stress und Überforderung. Aber wir können die inneren Antreiber "entschärfen". Und so auch wieder von ihren positiven Eigenschaften profitieren.

Die Ausbildnerin Ronja Dynamo ist eine engagierte Hundetrainerin mit eigener Hundeschule. Als freiberufliche Referentin ist sie zu unterschiedlichen Themen rund um die artgerechte Hundehaltung in der Schweiz und Deutschland unterwegs. Sie ist gut gebucht und hat viel zu tun. Eigentlich eine ideale Situation für eine Freiberuflerin. Aber Ronja Dynamo fühlt sich zunehmend ausgepowert und müde. Denn es fällt ihr schwer, sich abzugrenzen, Nein zu sagen und zufrieden mit dem zu sein, was sie geleistet hat. Kaum ist eine Weiterbildung zu Ende, plant sie bereits auf dem Heimweg, was sie noch alles zu erledigen hat und sitzt nach einem anstrengenden Seminar bis weit in den Abend an der Auswertung und Weiterentwicklung der Unterrichtsplanung. Natürlich kann sie dabei die Berge von Arbeit, die sich auf ihrem Schreibtisch türmen, nicht ignorieren und beantwortet mindestens noch die eine oder andere Mail auch spät nachts.

Ihrem inneren Anteiber „Streng dich an!“ Folge leistend, gönnt sie sich nur wenig Erholung und Ruhepausen.  Dabei ist ihr durchaus bewusst, dass wohl beim nächsten Seminar wieder dieses Gefühl von „Es reicht nicht! Mach es besser! Streng dich an!“ aufkommen wird und sie erneut Gefahr läuft,  in die Überforderungsfalle zu tappen.

Foto Pixabay
Foto Pixabay
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Beschäftigung

Der kleine "Arbeitsmarkt" für den Hund

Es muss nicht immer Mantrailing oder Dummytraining sein. Auch der Alltag bietet genügend Gelegenheiten, den Vierbeiner zu beschäftigen. Und manch einer entwickelt sich dabei zum unverzichtbaren Personal Assistant.

 

Der durchschnittliche Familienhund ist nicht gerade burn-out gefährdet: etwa 20 Stunden des Tages werden verschlafen, verdöst und mit der Betrachtung des Lebens im Liegen verbracht. Dieses Modell, dessen Aufgabe es ist, dem Menschen Gesellschaft zu leisten, ist jedoch erst seit vergleichsweise kurzer Zeit Standard und war früher nur bei Adligen und wohlhabenden Bürgerinnen und Bürgern gefragt. Die Mehrheit der Vierbeiner verdiente sich ihr Futter, indem sie im Zusammenleben mit dem Menschen bestimmte Aufgaben übernommen hat. Als Jagdgehilfe, Wächter, Beschützer und Treiber von Viehherden oder auch als Zughund. Und natürlich sind derlei Spezialisten heute immer noch im Einsatz  und dürfen die in ihrer Rasse durch Zucht verstärkten Verhaltensweisen weiter ausleben. Aber sie sind in dem Masse zu einer Minderheit geworden, wie sich der menschliche Lebenserwerb in den letzten rund 150 Jahren verändert hat - Industrie und Dienstleistungsbranche kommen ganz gut ohne tierische Unterstützung zurecht.

 

Dafür spielen Hunde heute im Privatleben des Menschen eine grosse Rolle. Als Begleiter und Sozialpartner leben sie bei uns quasi in Dauerferien. Klingt im menschlichen Ohr erst mal gut, finden auf Arbeitsleistung gezüchtete Rassen aber nicht wirklich entspannend. Sie brauchen für ihre Lebensqualität eine regelmässige körperliche und geistige Auslastung durch Aktivitäten wie Agility, Mantrailing, Fährtenarbeit, Dummytraining und Zielobjektsuche. Fehlt die Beschäftigung, geht es auf die Dauer nicht nur den Hunden schlecht, sondern auch Möbeln, Schuhen und der Mensch-Hund-Beziehung. Die endet nicht selten damit, dass der Border Collie oder Jack Russell Terrier im Tierheim abgegeben wird, weil die über Hundebedürfnisse meist schlecht informierten Besitzer schlicht überfordert sind. Einen gewissen Anteil an derlei "unhappy endings" haben Kinogrosserfolge wie "Ein Schweinchen namens Babe" oder "Die Maske", in denen die caninen Co-Hauptdarsteller nicht nur schlau, süss, liebevoll und ausserdem der menschlichen Sprache mächtig sind, sondern auch keinerlei Betreuung erfordern. Fressen oder zum Tierarzt müssen sie auch nie.

 

Nun ist es aber nicht so, dass die vom FCI unter "Gesellschafts- und Begleithunde" zusammengefassten Rassenvertreter nicht beschäftigt sein wollen. Es muss für Bichon oder Pudel allerdings kein Mantrailing oder Dummytraining sein. Wohlgemerkt "muss nicht", kann es aber durchaus. Weniger ambitionierte oder auch körperlich nicht für sportlichen Höchstleistungen geeignete Exemplare (Mops!) finden jedoch in kleineren Herausforderungen ihre Erfüllung. Und davon bietet unser durchschnittlicher gemeinsamer Alltag jede Menge. Ein paar Beispiele gefällig? Die eigenen Spielsachen einsammeln und in eine Kiste legen. Vor der Gassitour Brustgeschirr und Leine bringen. Oder das Telefon, wenn es klingelt. Den Yoghurtbecher nach dem Ausschlabbern im Abfall entsorgen. Und so weiter.

 

Unser Alltag ist voll von Möglichkeiten, seinen Hund mit kleineren Aufgaben zu betrauen. Es lohnt sich, die zu entdecken, denn mit der Zusammenarbeit wächst die Bindung, der Verbeiner gewinnt an Selbstsicherheit, wir lernen ihn noch ein bisschen besser kennen und sind vielleicht auch das eine oder andere Mal überrascht, was so alles in ihm steckt. Eventuell sogar das Zeug zum persönlichen Shopping-Assistenten. Wie in diesem Video.

 

Übrigens ein schönes Beispiel dafür, wie unterschiedlich Arbeitseifer auch unter Hunden des selben Typs und Haushalts verteilt sein kann. Und wie sichtbar die Freude, einen wichtigen Job gemeinsam zu erledigen.

Martina Monti

 

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Auf Kooperation gebürstet

Ende November 2015 haben wir Nayeli, ein Bretonenmädchen aus dem Tierschutz, adoptiert. Ca.  13 Monate alt war sie, als sie zu uns gekommen ist  -  im besten Junghundealter also! 

Sie ist ein kleines mutiges Hundemädchen, das in der Zeit, seit sie bei uns lebt, schon ganz schön viel gemeistert hat. Ihr Mut und ihre Neugier erstaunen mich täglich. Es ist absolut berührend zu beobachten, wie sich das verschreckte und ängstliche Hundekind mehr und mehr zu einem verspielten, verschmusten und fröhlichen Hundemädel entwickelt hat.

Nayeli – auch Möttchen (=die kleine Motte) genannt – wird ab und an die Tastatur unter ihre Pfoten nehmen und im Blog aus ihrem Leben hier in der Schweiz berichten.

Möttchen berichtet

Ich bin grundsätzlich pflegeleicht - sagt Esther - und meint damit mein Fell.
Zwei Mal im Jahr verliere ich über einen kurzen Zeitraum zwar ziemlich Haare. Dann werde ich eben bizzi öfter gebürstet und sie muss halt einmal mehr mit dem Staubsauger durch die Wohnung. Aber sonst ist mein Fell - wie gesagt - pflegeleicht.
 
Bürsten ist für mich grundsätzlich ok. Vor allem am Hals und unter den Ohren mag ich es. Weniger gerne habe ich es an den Hinterbeinen und an der Rute. Manchmal muss da aber halt irgendwelches Geäst oder Kletten, die ich aus dem Wald mitgebracht habe, raus gebürstet werden. Und das hab ich nicht so gerne. In so einer Situation habe ich auch schon mal kurz geknurrt und Esther damit gesagt: Bitte aufhören! Das hat sie auch gemacht, beziehungsweise sie hat mich zum Abschluss der Pflegeeinheit noch kurz an einer Stelle gebürstet, wo ich es sehr gerne habe und dadurch einen emotional positiven Punkt hinter die Pflegeaktion gesetzt.
 
Ans Fell gehen und andere solche Pflegesachen - also Rummachen am Hund - kann schon den einen oder anderen Kumpel auf Krawall bürsten. Nicht alle haben das nämlich gerne. Sich da einfach durchsetzen wollen als Mensch - das ist nicht die gute Lösung. Viel besser ist es, wenn wir Hunde statt auf Krawall auf Kooperation gebürstet werden.


Da rede ich aus Erfahrung, bei mir zu Hause machen wir das so!
Ich darf mitbestimmen, ob und wie lange ich gebürstet werden will. Je nach Tagesverfassung ertrage ich das an den heiklen Körperstellen etwas besser und länger und manchmal halt bizzi weniger lang. Da ich jedoch die Kontrolle über die Pflegezeit haben kann, ist es für mich ok.
Esther fragt mich jeweils, ob sie bürsten kann. Und ich kann Ja oder Nein sagen. Wenn ich also auf ihre Frage die Bürste mit der Nase berühre, bedeutet das "Ja, es ist ok". Lasse ich es bleiben, heisst das Nein, ich mag nicht mehr. So einfach ist das. Schaut mal:

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Kommunikation

Hallo, verstehst du mich?

Wenn unser Hund zuweilen nicht das tut, was wir ihm gesagt haben, dann lohnt es sich, die eigene Qualität als Sender zu überprüfen. Denn sehr häufig drücken wir uns dem Hund gegenüber nicht verständlich oder  widersprüchlich aus. Jetzt hat ein Team der ungarischen Eötvös Loránd Universität herausgefunden, dass wir Menschen uns auch als Empfänger noch deutlich verbessern können.

Zu einer gelungenen Kommunikation gehören immer zwei, die sich verstehen.
Zu einer gelungenen Kommunikation gehören immer zwei, die sich verstehen.
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Aggressionsverhalten

Vom Umgang mit schwierigen Hunden

Man nennt sie verhaltensauffällig, aggressiv, gefährlich oder auch "Problemhund". Sie sind anstrengend, kosten Nerven und sind so ziemlich das Gegenteil dessen, was man sich als Hundehalterin oder Hundehalter wünscht. Aber das kann durchaus noch aus ihnen werden - mit der richtigen Unterstützung. Ein Plädoyer von Gerd Schreiber für einen fairen und durchdachten Umgang mit schwierigen Hunden, der durch einen Verzicht auf Strafe umso effektiver ist.

Ein nachhaltige Verbesserung des Verhaltens beginnt unter anderem mit dem Verzicht auf Starkzwangmittel wie dem Kettenwürger.    Foto: U.S. Air Force Photo by Josh Plueger von U.S. Air Force Photo by Josh Plueger [Public domain], via Wikimedia Commons
Ein nachhaltige Verbesserung des Verhaltens beginnt unter anderem mit dem Verzicht auf Starkzwangmittel wie dem Kettenwürger. Foto: U.S. Air Force Photo by Josh Plueger von U.S. Air Force Photo by Josh Plueger [Public domain], via Wikimedia Commons
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Heureka! (2)

Beatrice Matthys und Heidi Flacher ...

... welche Erkenntnis innerhalb eurer Ausbildung oder eurem täglichen Umgang mit Hunden hat euch am meisten weitergebracht, also euer Training oder euer Zusammenleben mit oder eure Beziehung zum Hund entscheidend verbessert?

Beatrice Matthys, Inhaberin/Ausbildungsleiterin Helferhund, mit Eros und Django

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Tierschutz

Bitte recht fröhlich!

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Bleibend sollte er sein und das natürlich im positiven Sinn. Das gilt vor allem für Tierheimgäste. Es geht ja schliesslich um nichts weniger als ein Herz zu erobern und ein neues Zuhause zu finden. Eine amerikanische Fotografin fand, dass all diese wunderbaren Persönlichkeiten nicht nur eine zweite Chance verdient haben. Sondern erst einmal bessere Fotos.

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Heureka! (1)

Wenn es plötzlich hell wird …

Er bezeichnet das Erleben einer besonderen Einsicht oder Erkenntnis und wirkt wie ein Turbo auf unserem Weg zu einem Ziel - "Von Unikaten & Unikötern" hat sich bei den Menschen vom Autorenteam cumcane familiari umgehört, welcher Aha-Moment ihr Leben und ihre Arbeit mit Hund besonders geprägt hat. Bei Gerd Schreiber von "Hund & Wir" wurde er sogar zu einem Wendepunkt.

Es ist zum Verrücktwerden. Da setzt man alles daran, um vorwärts zu kommen und es tut sich - nichts. Stillstand. Rien ne va plus. Und zu allem Übel hat man keinen Schimmer, woran es liegt. Also denken wir nach. Sehen eine Menge Bäume, aber keinen Wald. Stehen auf Leitungen, haben das Gefühl, dass Groschen oder Fünfer klemmen. Doch dann, plötzlich, ist der Nebel weg, und im Schein des aufgegangenen Lichts sieht man mit einem Mal ganz deutlich, was nicht gestimmt hat. Und kommt endlich den entscheidenden Schritt weiter. Das Phänomen begleitet uns mindestens seit den alten Griechen. So soll Archimedes von Syrakus nach der Entdeckung des archimedischen Prinzips "Heureka!"  (Ich habe [es] gefunden") rufend durch die Stadt gelaufen sein. Und wer die Zeichentrickserie "Wickie und die starken Männer" kennt, weiss auch, dass dem kleinen Wikinger nicht nur ein Licht, sondern gleich ein ganzer Schwarm Sterne aufging, wenn er die Lösung hatte.

Was Erkenntnis ist, und wie wir zu ihr kommen, das beschäftigt einerseits die Philosophie und andererseits die psychologische Forschung. Geprägt wurde der Begriff "Aha-Erlebnis" oder "Aha-Moment" von dem deutschen Psychologen Karl Bühler. Er definierte ihn als das schlagartige Erkennen eines gesuchten, jedoch zuvor unbekannten Sinnzusammenhanges. Das ist keine reine Kopfsache, häufig fühlt sich etwas auch "stimmig" an. Diese Ganzheitlichkeit kommt besonders im spirituell-religiösen Kontext der Erleuchtung zum Tragen. Und die lässt sich ebenso wenig zwingen wie die kleinere, profane Variante des Lichts, das einem plötzlich aufgeht. Weswegen jeder Aha-Moment auch immer etwas Besonderes ist, und sei er noch so klein.

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Big Mama Is Watching Me!

Ende November 2015 haben wir Nayeli, ein Bretonenmädchen aus dem Tierschutz, adoptiert. Ca.  13 Monate alt war sie, als sie zu uns gekommen ist  -  im besten Junghundealter also! 

Sie ist ein kleines mutiges Hundemädchen, das in der Zeit, seit sie bei uns lebt, schon ganz schön viel gemeistert hat. Ihr Mut und ihre Neugier erstaunen mich täglich. Es ist absolut berührend zu beobachten, wie das verschreckte und ängstliche Hundekind mehr und mehr zu einem verspielten, verschmusten und fröhlichen Hundemädel entwickelt hat.

Nayeli – auch Möttchen (=die kleine Motte) genannt – wird ab und an die Tastatur unter ihre Pfoten nehmen und im Blog aus ihrem Leben hier in der Schweiz berichten.

Möttchen berichtet

Alle diejenigen unter euch, die mich in den letzten Monaten mal persönlich unterwegs angetroffen haben, denen ist das kleine weisse Ding am Brustgeschirr auf meinem Rücken sicher aufgefallen.

Esther wurde ab und zu darauf angesprochen und der Eine oder die Andere hat sogar gemeint, das wäre so ein PetSpray-Gerät, mit dem Esther mich auf Distanz mit einem Spraystoss erschrecken kann, wenn ich was Unerwünschtes tue (in der Werbung heisst es beschönigend „...den Hund aus der Distanz an gewünschte Verhaltensweisen erinnern.“ *hüstel* ...).

Nein, sowas käme natürlich nie an mein Brustgeschirr oder Halsband!

Das, was ich mit mir herum trage ist ein GPS Gerät. Ich bin also draussen unten dauernder Kontrolle.

Eben – big Mama is watching me!

Der Grund, dass ich Besitzerin eines solchen Gerätes bin,  ist folgender:

Im Sommerurlaub - wir waren grad mal den ersten Tag in den Bergen - habe ich mich mitten im Dorf über etwas sehr erschrocken und einen Hüpfer zur Seite gemacht. Esther ist darauf hin die Flexi-Leine aus der Hand geflutscht und auf den Boden gefallen. Das hat ausgereicht, dass bei mir alles auf Reflex geschaltet hat und ich mich in Panik auf und davon gemacht habe.  Und glaubt mir – ich bin in solchen Momenten richtig, richtig schnell. Innerhalb weniger Sekunden war ich wie vom Erdboden verschluckt!

Meine Menschen haben nichts unversucht gelassen. Sie haben einen Aufruf im Lokalradio gemacht, Tierarzt, Polizei und Jagsaufseher informiert, Plakate mit meine Konterfei aufgehängt, Kilometer um Kilometer gelaufen und meinen Namen gerufen sowie gefühlte 10'000 Menschen nach mir gefragt. Ohne Erfolg! Gegen Abend war ich 6 Stunden „abgängig“ und Esther dem Kollaps nahe.

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Psychologie

Hundemenschen sind anders, Katzenmenschen auch!

Ob jemand im Tiershop Katzen- oder Hundefutter kauft, sagt einiges über dessen Persönlichkeit aus. Das behaupten jedenfalls wissenschaftliche Studien, die sich mit der Frage beschäftigt haben, wie sich Hunde- und Katzenmenschen voneinander unterscheiden. Die Zeitschrift "Spektrum der Wissenschaft" hat die neusten von ihnen einmal zusammengetragen.

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Wissenschaftliche Verhaltenstherapie

Zum Wissen gibt es keine Alternative!

Gewalt beginnt, wo Wissen endet. Umgekehrt erlaubt der auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierende Umgang mit unseren Hunden eine Beziehung, die auf Vertrauen basiert - und deshalb funktioniert. Der Verzicht auf Gewalt gilt auch und erst recht, wenn der Hund ein problematisches Verhalten zeigt. Wie man dessen Ursachen erkennt, Massnahmen zur Verhaltensänderung erarbeitet und gemeinsam mit Mensch und Hund trainiert - dieses Wissen vermittelt die Ausbildung in wissenschaftlicher Verhaltenstherapie. Sie ist die Grundlage für einen Neuanfang vieler Mensch-Hund-Teams in der Beziehungssackgasse. Und für Hundetrainer und -trainerinnen, die wissen wollen, was sie tun und warum sie es tun. Die Merkmale der Therapie, im folgenden kurz vorgestellt von Diplom-Biologin, Trainerin und Verhaltenstherapeutin Dr. Ute Blaschke-Berthold.

Das eine Rezept für alle gibt es nicht. Und den Weg zur gewünschten Verhaltensänderung gehen Verhaltensberater, Tierhalter und Hund gemeinsam.
Das eine Rezept für alle gibt es nicht. Und den Weg zur gewünschten Verhaltensänderung gehen Verhaltensberater, Tierhalter und Hund gemeinsam.
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Na, wie heisst er denn? (7)

Inken Rehburg mit Voltaire und William sowie Martina Monti mit Basi

Früher war alles einfacher. Auch die Namensgebung von Hunden. Da reichten Waldi, Sepp, Bello, Heidi, Kira und Luna, um innerhalb einer Sprachregion eine ganze Generation Vierbeiner zu sich zu rufen. Heute ist die Vielfalt möglicher Namen schier endlos. Auch dank Internet, und das macht die Entscheidung, wie das neue Familienmitglied denn nun heissen soll, wirklich nicht einfacher. Kommt hinzu, dass es ja nicht mehr nur um eine Benennung um der Bezeichnung willen geht. Sondern auch um Bedeutung, um Symbolik - und um Gefühle.    "Von Unikaten & Unikötern" hat sich mal bei den Menschen vom Autorenteam cumcane familiari umgehört, wie bei ihnen der Name auf den Hund kam.

Inken Rehburg, Tierhomöopathin/Tierernährungsberaterin, Tierhomöopathie Nord mit William (l.) und Voltaire

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Lebensversicherung Leine

Kurz anleinen für ein längeres Leben

Jeder für sich und doch gemeinsam, ohne Leine, nur durch gegenseitiges Vertrauen verbunden - so wollen wir alle mit unserem Hund durchs Leben gehen. Allerdings birgt diese Vision im realexistierenden Alltag für den Hund ein lebensgefährliches Risiko: Strassen, mehr oder weniger befahren. Eine Gefahr, die unabhängig davon besteht, wie zuverlässig der Hund normalerweise beim Menschen bleibt, wie Hundetrainerin Carmen Trautmann aus eigener Erfahrung betont: Sie sass in einem Auto, das einem ungenügend gesicherten Hund beinahe zum tödlichen Verhängnis geworden wäre.

Foto: John Lemon / www.flickr.com
Foto: John Lemon / www.flickr.com
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Na, wie heisst er denn? (6)

Anja Winter mit River und Alice Bigler mit Rumo

Früher war alles einfacher. Auch die Namensgebung von Hunden. Da reichten Waldi, Sepp, Bello, Heidi, Kira und Luna, um innerhalb einer Sprachregion eine ganze Generation Vierbeiner zu sich zu rufen. Heute ist die Vielfalt möglicher Namen schier endlos. Auch dank Internet, und das macht die Entscheidung, wie das neue Familienmitglied denn nun heissen soll, wirklich nicht einfacher. Kommt hinzu, dass es ja nicht mehr nur um eine Benennung um der Bezeichnung willen geht. Sondern auch um Bedeutung, um Symbolik - und um Gefühle.    "Von Unikaten & Unikötern" hat sich mal bei den Menschen vom Autorenteam cumcane familiari umgehört, wie bei ihnen der Name auf den Hund kam.

Anja Winter, Inhaberin der Hundeschule "WauHow" in Tägerwilen (TG) www.wauhow.ch , mit River

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Na, wie heisst er denn? (5)

Sonja Meiburg mit Sheela und Esther Hufschmid mit Nayeli

Früher war alles einfacher. Auch die Namensgebung von Hunden. Da reichten Waldi, Sepp, Bello, Heidi, Kira und Luna, um innerhalb einer Sprachregion eine ganze Generation Vierbeiner zu sich zu rufen. Heute ist die Vielfalt möglicher Namen schier endlos. Auch dank Internet, und das macht die Entscheidung, wie das neue Familienmitglied denn nun heissen soll, wirklich nicht einfacher. Kommt hinzu, dass es ja nicht mehr nur um eine Benennung um der Bezeichnung willen geht. Sondern auch um Bedeutung, um Symbolik - und um Gefühle.    "Von Unikaten & Unikötern" hat sich mal bei den Menschen vom Autorenteam cumcane familiari umgehört, wie bei ihnen der Name auf den Hund kam.

Sonja Meiburg, Hundetrainerin und Inhaberin der Hundeschule Holledau im niederbayrischen Leibersdorf
und Co-Initinatin der Online-Hundetraining-Plattform "Hey-Fiffy".

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Wissen vermitteln

Der Mensch, ein kognitiver Faulpelz

Wenn einen der alte Weg nicht weiter bringt, was liegt da näher als einen neuen zu beschreiten, um ans Ziel zu kommen? Mit dieser Entscheidung ist bereits der wichtige erste Schritt getan. Es folgt nur kein zweiter. Denn man will zwar etwas verändern, aber nicht sich selbst. Und auch das eigene Verhalten nicht. Woran das liegt, und wie man als Hundetrainerin und Hundetrainer mit vermeintlich beratungsresistenten Menschen umgehen kann, dazu hat die Psychologin, Trainerin und tierpsychologische Beraterin Bettina Stemmler Wissenswertes aus Wissenschaft und Trainingspraxis zusammengetragen.

Theoretisch offen für Neues, in der Praxis bleibt alles beim Alten. Woran liegt's?
Theoretisch offen für Neues, in der Praxis bleibt alles beim Alten. Woran liegt's?
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Na, wie heisst er denn? (4)

Beatrice Matthys mit Django und Eros und Carmen Trautmann mit Charis ...

Früher war alles einfacher. Auch die Namensgebung von Hunden. Da reichten Waldi, Sepp, Bello, Heidi, Kira und Luna, um innerhalb einer Sprachregion eine ganze Generation Vierbeiner zu sich zu rufen. Heute ist die Vielfalt möglicher Namen schier endlos. Auch dank Internet, und das macht die Entscheidung, wie das neue Familienmitglied denn nun heissen soll, wirklich nicht einfacher. Kommt hinzu, dass es ja nicht mehr nur um eine Benennung um der Bezeichnung willen geht. Sondern auch um Bedeutung, um Symbolik - und um Gefühle.    "Von Unikaten & Unikötern" hat sich mal bei den Menschen vom Autorenteam cumcane familiari umgehört, wie bei ihnen der Name auf den Hund kam.

Beatrice Matthys, Inhaberin/Ausbildungsleiterin Helferhund, mit ihren Labrador Retrievern

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Na, wie heisst er denn? (3)

Jessica Frieden mit Flynn und Baileys sowie Bettina Stemmler mit Camilla, Hitchcock und Finnlay

Früher war alles einfacher. Auch die Namensgebung von Hunden. Da reichten Waldi, Sepp, Bello, Heidi, Kira und Luna, um innerhalb einer Sprachregion eine ganze Generation Vierbeiner zu sich zu rufen. Heute ist die Vielfalt möglicher Namen schier endlos. Auch dank Internet, und das macht die Entscheidung, wie das neue Familienmitglied denn nun heissen soll, wirklich nicht einfacher. Kommt hinzu, dass es ja nicht mehr nur um eine Benennung um der Bezeichnung willen geht. Sondern auch um Bedeutung, um Symbolik - und um Gefühle.    "Von Unikaten & Unikötern" hat sich mal bei den Menschen vom Autorenteam cumcane familiari umgehört, wie bei ihnen der Name auf den Hund kam.

Jessica Frieden, Hundetrainerin bei TeamMenschHund in Tägertschi (BE)

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Na, wie heisst er denn? (2)

Heidi Flacher mit Limbo ...

... und Baron, Diva, Colette, Fara, Orla und Hico. Die ccf-Hundetrainerin und Verhaltensberaterin hat erst bei der Beantwortung der Fragen ein gewisses Muster in der Namensgebung für die Hunde in ihrem Leben entdeckt. Unübersehbar hingegen: Ihr Herz gehört einer ganz bestimmten Rasse.

Vom Namen her wäre Limbo (l.) der Star jeder Dog-Dancing-Show.             Bei Baros (r.) Namensgebung stand sein Vorgänger Pate.

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Richtig belohnen

Mag Ihr Hund Nelken?

Wir haben das alle schon einmal erlebt. Da widmen wir uns auf Anfrage netterweise einer wirklich schwierigen oder ungeliebten Aufgabe, für die wir eigentlich gar nicht zuständig sind - und es gibt als Lohn für den Einsatz ein paar Blümchen. Nelken. Und wir mögen Nelken nicht. Ziemlich sicher haben wir gerade Besseres vor, wenn wir das nächste Mal gefragt werden. Unser Hund "tickt" da ganz ähnlich. Wollen wir, dass unser Hund zuverlässig ein gewünschtes Verhalten zeigt, dann sollten wir besser wissen, ob er Nelken mag - die Belohnung also seinen Bedürfnissen entspricht. Zu denen zu einem späteren Zeitpunkt in seinem Leben übrigens Nelken gehören können. Denn Bedürfnisse ändern sich mit dem Älterwerden. Aber woran erkennen wir seine Bedürfnisse? Und wie bleiben wir auf dem Laufenden, wie sie sich verändert haben? Mit der Top20-Liste. Für Katja Schäfer von "tierisch menschlich!" ist diese Liste aber vor allem im Zusammenleben mit einem kranken oder alten Hund ein wertvolles und hilfreiches Werkzeug.

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Das Prinzip Hoffnung

Es war einmal...

... ein kleines Fischerdorf am Meer.
Zwischen den Jahren kam ein starker Sturm auf, der sich zu einem richtigen Orkan entwickelte. Das Meer war sehr aufgewühlt und meterhohe Wellen brachen sich mit lautem Getöse am Strand.

 

Foto: pixabay
Foto: pixabay

Als das Unwetter langsam nachliess und sich der Himmel wieder aufklarte, lagen am Meeresufer unzählige Seesterne, die von der Strömung an Land geworfen worden waren.

Ein Kind lief am Strand entlang, nahm behutsam Seestern für Seestern in die Hand und warf sie zurück ins Meer.

 

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Na, wie heisst er denn (1)

Na, wie heisst er denn?

Früher war alles einfacher. Auch die Namensgebung von Hunden. Da reichten Waldi, Sepp, Bello, Heidi, Kira und Luna, um innerhalb einer Sprachregion eine ganze Generation Vierbeiner zu sich zu rufen. Heute ist die Vielfalt möglicher Namen schier endlos. Auch dank Internet, und das macht die Entscheidung, wie das neue Familienmitglied denn nun heissen soll, wirklich nicht einfacher. Kommt hinzu, dass es ja nicht mehr nur um eine Benennung um der Bezeichnung willen geht. Sondern auch um Bedeutung, um Symbolik - und um Gefühle. "Von Unikaten & Unikötern" hat sich mal bei den Menschen vom Autorenteam cumcane familiari umgehört, wie bei ihnen der Name auf den Hund kam.

Wenn sich Hundemenschen immer mal wieder begegnen, dann passiert mit der Zeit etwas, das niemand versteht, der sein Leben mit einer Katze oder einem Goldfisch teilt: Wie der andere Hund heisst, ist lange bekannt, bevor die Menschen überhaupt auf die Idee kommen, einander vorzustellen oder nach dem Namen zu fragen. Was zu der etwas kuriosen Situation führen kann, dass eine hundelose Erstbegegnung meist mit einem namenlosen "Hallo" auftaktet, bevor man sich dann sowieso wieder erkundigt, wie es denn "Cassy" oder "Wotan" geht. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sich die Menschen ohne Hund überhaupt erkennen. Das soll ja keineswegs sicher sein.

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Training

Coole Hunde haben einen Manager

In "Kuss vom Chef" hat Alice Bigler von TeamMenschHund erklärt, wie man mit der richtigen Belohnung seinen Hund dazu bringt, zuverlässig erwünschtes Verhalten zu zeigen. Was aber ist bei unerwünschtem Verhalten zu tun? Ganz einfach: mit Management dafür sorgen, dass der Hund dieses Verhalten gar nicht erst zeigt.  Wie das funktioniert, veranschaulicht Alice Bigler mit ihrem Rumo.

Aufmerksame Leserinnen und Leser haben in meinem Beitrag "Kuss vom Chef" sicher bemerkt, dass ich Rumos negatives beziehungsweise unerwünschtes Verhalten nicht thematisiert habe. Das hole ich hiermit nach!

Ich unterteile das Verhalten meines Hundes Rumo in drei Kategorien: erwünschtes Verhalten, tolerierbares und unerwünschtes Verhalten. Erwünschtes Verhalten verstärke ich so oft es geht, eines davon ohne Ausnahme: wenn Rumo zu mir zurückkommt. Manchmal gibt es dafür eine sehr hochwertige Belohnung in Form eines Spiels, manchmal auch nur ein Lächeln meinerseits, für meinen Hund durchaus auch eine Belohnung.

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Alltag mit Hund

Taschenkontrolle (9)

Jacken- oder Bauchtasche: was Alexandra Hüsser unterwegs mit Baileys benötigt, findet in beidem Platz. Dass sie sich gegen die geräumigere Schultervariante entschieden hat, hat aber noch einen anderen Grund.

Gassi-Gepäck "reduced to the max" in zwei Varianten: Tasche und Jacke samt Inhalten gehören Alexandra Hüsser und ihrem Hund Baileys. Alexandra führt die Hundeschule Hochdorf in  Hochdorf, Kanton Luzern.

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Training

Kuss vom Chef - oder wann eine Belohnung eine Belohnung ist

Positive Verstärkung belohnt erwünschtes Verhalten. Damit ein Hund dieses Verhalten aber zuverlässig zeigt, muss der Lohn stimmen. Nicht nur punkto Quantität. Sondern vor allem, was die Qualität betrifft. Die dementsprechend schlechte Nachricht: Den Hund mit Keksen zu "fluten" führt unter Umständen zu Übergewicht, aber nicht unbedingt zum Trainingserfolg. Die gute: Unser Hund verrät uns, wofür er bereit ist, so ziemlich alles zu tun, was wir von ihm verlangen. Wie wir an diese Informationen kommen, und was wir darüber hinaus beim Belohnen beachten müssen, das wiederum verrät uns Alice Bigler von TeamMenschHund.

Stellen wir uns mal folgendes vor: Draussen ist es schön. Aber ich bin drinnen, wo es stickig und heiss ist und das Telefon ständig klingelt, denn ich muss arbeiten. Was an Tagen wie diesen nervt, aber - nunja - ich muss ja meine Brötchen verdienen. Am Abend fahre ich nach Hause und finde im Briefkasten den Gehaltsnachweis. Oh fast vergessen, Juni, da gibts die Hälfte des 13.! Eine schöne Zahl. Da kommt es mir wieder in den Sinn: ich geh ja arbeiten, um Geld zu bekommen. Meine Laune bessert sich. Mein Partner ist noch nicht zu Hause, also kümmere ich mich um das Abendessen. Ich koche sein Lieblingsessen, ich mag meinen Mann, also tue ich ihm etwas Gutes. Als er nach Hause kommt, strahlt er über das ganze Gesicht und isst mit Appetit. Zufrieden bedankt er sich für das Essen, nimmt mich in den Arm und drückt mir einen Kuss auf den Scheitel – ich bin auch zufrieden.

 

So weit so gut, oder? Die Reaktionen auf mein Verhalten, die Konsequenzen meines Handelns sind gut für mich. Es lohnt sich, weiter so zu handeln.

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Wissenschaft

Biene Maja war vermutlich hochbegabt

Britischen Forscher haben mit einem Experiment gleich zweierlei gezeigt: Wir besitzen unsere Fähigkeiten weit weniger exklusiv als wir denken. Und mit auf Belohnung basiertem Training kann man sogar Hummeln etwas beibringen.

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SKN

Jetzt erst recht!

National- und Ständerat sind sich mit Rudi Noser einig: der obligatorische SKN soll wieder abgeschafft werden, die endgültige Entscheidung liegt jetzt beim Bundesrat. Wer sich bemüht, diese 180-Grad-Wende nachzuvollziehen, stösst zwangsläufig auf Fragen, die sich auf der Grundlage logischen Denkens nicht beantworten lassen. Trotzdem ist Esther Hufschmid davon überzeugt, dass es nur einen Weg gibt, unabhängig von den Kapriolen der Politik als Hundetrainerin und -trainer erfolgreich und verantwortungsbewusst zu arbeiten: mit einer soliden Ausbildung auf dem neusten Stand des Wissens.

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Alltag mit Hund

Taschenkontrolle (8)

Was für die Gassitour in die Tasche gepackt wird, hängt nicht nur von den Vorlieben des Hundes ab, sondern auch davon, wie lange er schon bei seinem Menschen ist. Weil Chi erst seit zehn Wochen Leben und Umwelt mit Katja Schäfer teilt, befindet sich der Tascheninhalt noch in der Erprobungsphase.

Katja Schäfer ist Hundetrainerin und Verhaltenstherapeutin bei tierischmenschlich im nordrheinwestfälischen Wenden (D).

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Wer suchet, der findet!

Ende November 2015 haben wir Nayeli, ein Bretonenmädchen aus dem Tierschutz, adoptiert. Ca.  13 Monate alt war sie, als sie zu uns gekommen ist  -  im besten Junghundealter also! 

Sie ist ein kleines mutiges Hundemädchen, das in der Zeit, seit sie bei uns lebt, schon ganz schön viel gemeistert hat. Ihr Mut und ihre Neugier erstaunen mich täglich. Es ist absolut berührend zu beobachten, wie aus dem verschreckten und ängstlichen Hundekind mehr und mehr ein verspieltes, verschmustes und fröhliches Hundemädel wird.

Nayeli – auch Möttchen (=die kleine Motte) genannt – wird ab und an die Tastatur unter ihre Pfoten nehmen und im Blog aus ihrem Leben hier in der Schweiz berichten.

Möttchen berichtet

Ich könnte auch sagen: Wer suchet, hat Spass! Denn wie viele meiner Hundekumpels auch, mache ich sehr gerne Suchspiele. Etwas suchen, finden und es dann fressen oder damit spielen dürfen – das macht so richtig Laune!

 

Zu Hause habe ich beispielsweise den Leckerliteppich und das Schnuffel-Pad, in dem feine Sachen für mich versteckt sind.

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Kleine Weisheiten

Stammt das Internet vom Wolf ab?

Ein kanadischer Illustrator hat zwischen Internet und Haushund Parallelen entdeckt, die wohl dazu führen, dass die Geschichte des WWW neu geschrieben werden muss.

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Zeitgefühl

Wissen Hunde, wie spät es ist?

Wenn es darum geht, die alltägliche Rückkehr der Familienmitglieder von der Arbeit zu erwarten, sind Hunde zuverlässig wie eine Funkuhr: Ab einer bestimmten Zeit tigern sie entweder unruhig durch die Wohnung oder legen sich mit Blick zur Haustür in den Flur, aufmerksam auf jedes Geräusch jenseits der Tür lauschend. Woher wissen unsere Vierbeiner, wann es Zeit für die gesteigerte Aufmerksamkeit ist? Können sie die Uhr lesen, haben sie etwa ein Gefühl für das abstrakte Konzept der Zeit? Vielleicht weniger ein Gefühl, als viel mehr ein Näschen.

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Nayeli - Allein zu Haus

Ende November 2015 haben wir Nayeli, ein Bretonenmädchen aus dem Tierschutz, adoptiert. Ca.  13 Monate alt war sie, als sie zu uns gekommen ist  -  im besten Junghundealter also! 

Sie ist ein kleines mutiges Hundemädchen, das in der Zeit, seit sie bei uns lebt, schon ganz schön viel gemeistert hat. Ihr Mut und ihre Neugier erstaunen mich täglich. Es ist absolut berührend zu beobachten, wie aus dem verschreckten und ängstlichen Hundekind mehr und mehr ein verspieltes, verschmustes und fröhliches Hundemädel wird.

Nayeli – auch Möttchen (=die kleine Motte) genannt – wird ab und an die Tastatur unter ihre Pfoten nehmen und im Blog aus ihrem Leben hier in der Schweiz berichten.

Möttchen berichtet

Ok, so ganz stimmt das nicht mit dem „Nayeli - Allein zu Haus“. Seit ich hier bei Esther und Ruedi lebe, musste ich noch nie völlig alleine bleiben. Weil – ich kann das eben noch gar nicht, ich habe nämlich Trennungsstress.

 

Kurz vor Weihnachten – ich war so ca. 3 Wochen hier – ging  Esther für ein paar wenige Minuten aus dem Haus. Ich war nicht alleine, Ruedi war noch da. Trotzdem war ich ziemlich gestresst, habe hinter der Haustüre gewinselt und wollte Esther so zurück rufen. Als das nicht klappte,  musste ich auf den Flurteppich pieseln - aus lauter Sorge weil sie weg war.  Ich habe mich also wirklich ziemlich, ziemlich aufregen müssen. 

... da ist sie raus gegangen...
... da ist sie raus gegangen...
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Alltag mit Hund

Taschenkontrolle (7)

Was da aussieht wie eine nur zu besonderen Anlässen im Einsatz stehende Damenhandtasche, das ist das Gassigepäck von Carmen Karger und Finja. Und mit dem Inhalt sind Mensch und Hund auf alle Eventualitäten des urbanen wie ländlichen Lebens perfekt vorbereitet. Notfälle inklusive.

Mehr Übersicht geht nicht: Tasche plus Inhalt von Carmen Karger und ihrer Finja, einer "Dalmatinerin". Carmen ist Chefin und Inhaberin der Hundeschule Tintelümpli in Altendorf, Schwyz.

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Kleine Weisheiten

Es ist Montag, ...

... ein Ausblick auf die kommende Woche, wie sie unsere Hunde erleben werden.

Cartoon by John Atkinson; wronghands1.com
Cartoon by John Atkinson; wronghands1.com
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Agility

Wäre weniger vielleicht mehr?

Schneller, höher, enger gesteckt - angesichts der hohen Anforderungen des modernen Agility stellt sicht die Frage, ob diese Beschäftigung auf Wettbewerbsebene den Hunden eigentlich noch Spass machen kann.

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Kleine Weisheiten

Richtig schlechtes Wetter hat so seine Vorteile, ...

... weil sich dann draussen die Gleichgesinnten treffen - mit und ohne Hund.

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Trösten tut gut!

Ende November 2015 haben wir Nayeli, ein Bretonenmädchen aus dem Tierschutz, adoptiert. Ca.  13 Monate alt war sie, als sie zu uns gekommen ist  -  im besten Junghundealter also! 

Sie ist ein kleines mutiges Hundemädchen, das in der Zeit, seit sie bei uns lebt, schon ganz schön viel gemeistert hat. Ihr Mut und ihre Neugier erstaunen mich täglich. Es ist absolut berührend zu beobachten, wie aus dem verschreckten und ängstlichen Hundekind mehr und mehr ein verspieltes, verschmustes und fröhliches Hundemädel wird.

Nayeli – auch Möttchen (=die kleine Motte) genannt – wird ab und an die Tastatur unter ihre Pfoten nehmen und im Blog aus ihrem Leben hier in der Schweiz berichten.

Möttchen berichtet

Am 1. August feiern die Menschen den Geburtstag der Schweiz. Das ist ja per se etwas Schönes – wenn es nur nicht mit solch einem Geknalle und Geböllere verbunden wäre! Das zumindest finden viele Hundekumpels von mir wie auch die Fell-, Feder- und Wollfreunde in Stall, Feld und Wald.

Foto: pixabay
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Lebensretter

Der "sechste Sinn" der Hunde

Die Kombination aus Beobachtungsgabe und Geruchssinn verleiht Hunden eine Fähigkeit, die uns zuweilen als sechster Sinn vorkommt. Und manchmal Leben rettet. Wie im Fall von Maureen und ihrem Hund Max.

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Freundschaft

Ein Mann und sein bester Freund ...

... gehen auf eine lange gemeinsame Reise. Es wird ihre letzte sein.

Als Bella ihr Vorderbein an den Knochenkrebs verlor und Robert Kugler erfuhr, dass er sein Hundemädchen bald ganz verlieren würde, da entschied er sich, mit ihr auf eine letzte, lange gemeinsame Reise durch die USA zu gehen. Um möglichst viel Zeit miteinander zu verbringen. Und mit den Bildern dieser Reise möglichst viele Menschen daran zu erinnern, ihr Leben und die Zeit mit ihren besten Freunden, ob Mensch oder Tier, zu geniessen. Hier geht es zu der ganzen Geschichte.

Lernen

Wie finde ich eine gute Hundeschule?

Sie ist die erste grosse Herausforderung im Leben eines Hundemenschen: die Suche nach einer guten Hundeschule. Denn das Angebot ist so reichhaltig wie unübersichtlich, und die Realität hält längst nicht immer, was die Homepage verspricht. Wie man trotzdem sie Spreu vom Weizen trennt, dazu hat Esther Hufschmid eine kleine Checkliste zusammengestellt.

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Soziales

Gestatten, Paul.

Es gibt gute Gründe, einen Spazierweg mit Bedacht zu wählen. Zum Beispiel, wenn man zwei Kleinkinder hat, denen man die bunte, spannende Welt in verträglicher Dosierung näherbringen will. Manchmal nützt aber auch die beste Vorbereitung nichts. Denn "unverhofft kommt oft". Und manchmal bleibt es auch.

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Die Wahl haben

Ende November 2015 haben wir Nayeli, ein Bretonenmädchen aus dem Tierschutz, adoptiert. Ca.  13 Monate alt war sie, als sie zu uns gekommen ist  -  im besten Junghundealter also! 

Sie ist ein kleines mutiges Hundemädchen, das in der Zeit, seit sie bei uns lebt, schon ganz schön viel gemeistert hat. Ihr Mut und ihre Neugier erstaunen mich täglich. Es ist absolut berührend zu beobachten, wie aus dem verschreckten und ängstlichen Hundekind mehr und mehr ein verspieltes, verschmustes und fröhliches Hundemädel wird.

Nayeli – auch Möttchen (=die kleine Motte) genannt – wird ab und an die Tastatur unter ihre Pfoten nehmen und im Blog aus ihrem Leben hier in der Schweiz berichten.

Möttchen berichtet

In meinem letzten Blogartikel habe ich euch ja verraten, dass ich nienimmer die Absicht habe, die Herrschaft über meine Familie oder die Schweiz oder die Welt zu erlangen. Mir gefällt es nämlich ganz gut so, wie es ist.

 

Und bei uns ist es ja sowieso so, dass Esther in vielen Dingen das Sagen hat. Sie bestimmt zum Beispiel, wann wir raus gehen... wann ich mein Futter bekomme... was im Napf drin ist... wann Bettruhe ist... ob die Türe zur Terrasse geöffnet bleibt... was ich zum Spielen zur Verfügung habe... ob sie Zeit zum Kuscheln mit mir hat... und vieles andere mehr.  

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Rückruf

Spass ist wichtig - im Ernst!

Für das Training mit unseren Hunden gilt wie überall im Leben: Schneller Erfolg ist nicht unbedingt ein Beweis für nachhaltig wirksame Arbeit. Viel wichtiger ist, dass der Hund Spass am Lernen hat. Dann klappt es auch im Ernstfall. Ein Beispiel von Alice Bigler.

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Nayeli for President

Ende November 2015 haben wir Nayeli, ein Bretonenmädchen aus dem Tierschutz, adoptiert. Ca.  13 Monate alt war sie, als sie zu uns gekommen ist  -  im besten Junghundealter also! 

Sie ist ein kleines mutiges Hundemädchen, das in der Zeit, seit sie bei uns lebt, schon ganz schön viel gemeistert hat. Ihr Mut und ihre Neugier erstaunen mich täglich. Es ist absolut berührend zu beobachten, wie aus dem verschreckten und ängstlichen Hundekind mehr und mehr ein verspieltes, verschmustes und fröhliches Hundemädel wird.

Nayeli – auch Möttchen (=die kleine Motte) genannt – wird ab und an die Tastatur unter ihre Pfoten nehmen und im Blog aus ihrem Leben hier in der Schweiz berichten.

Möttchen berichtet

Foto: pixabay
Foto: pixabay

Ha, ha - ich und Präsidentin - das ist natürlich nur ein Witz! *kicher* Wie sollte denn ein kleines Hundemädel wie ich das auch machen können, ein Land oder einen Kontinent oder gar die Welt zu regieren...??? (Obwohl es für die Welt mit Sicherheit besser wäre, einer meiner Kumpels würde nächster Präsident der USA als dieser Mister Trump!)

 

Aber echt, es gibt immer noch und immer wieder Menschen, die genau das behaupten! Dass wir Hunde nämlich in unseren tiefen Rangstatus eingewiesen werden müssen, damit wir nicht meinen, wir seien die Grössten! Nein die Weltgrössten! Und meinen, wir müssten die Weltherrschaft übernehmen.

Es gibt also Leute die sind überzeugt, so Hunde wie ich zum Beispiel würden laufend austesten, ob sie die Menschen und die Welt nicht eventuell doch dominieren könnten. Wir Hunde hätten nämlich das Dominanzstreben sozusagen in unseren Genen!

 

Auf dem Sessel der Macht :-)
Auf dem Sessel der Macht :-)
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Meine Hobbys und ich

Ende November 2015 haben wir Nayeli, ein Bretonenmädchen aus dem Tierschutz, adoptiert. Ca.  13 Monate alt war sie, als sie zu uns gekommen ist  -  im besten Junghundealter also! 

Sie ist ein kleines mutiges Hundemädchen, das in der Zeit, seit sie bei uns lebt, schon ganz schön viel gemeistert hat. Ihr Mut und ihre Neugier erstaunen mich täglich. Es ist absolut berührend zu beobachten, wie aus dem verschreckten und ängstlichen Hundekind mehr und mehr ein verspieltes, verschmustes und fröhliches Hundemädel wird.

Nayeli – auch Möttchen (=die kleine Motte) genannt – wird ab und an die Tastatur unter ihre Pfoten nehmen und im Blog aus ihrem Leben hier in der Schweiz berichten.

Möttchen berichtet

Und? Was macht ihr so den lieben langen Tag? Womit beschäftigt ihr euch?

Also ich, ich habe ganz viele Hobbys, denen ich nachgehe - oder gerne nachgehen würde, würde ich nicht daran gehindert.

 

Nicht ausleben darf ich zum Beispiel das Hobby Menschenkacke fressen. Das verunmöglicht mir Esther, wann immer sie kann. Sie ist darin zwar ziemlich gut, aber nicht immer gut genug. Manchmal schaffe ich es, mich an diesen braunen Haufen gütlich zu tun, bevor Esther es merkt und mich davon weg motivieren kann. Sie nervt sich dann jeweils schon bizzi. Also weniger über mich als über die Leute, die ihre Geschäfte einfach so im Wald zurück lassen. Schliesslich nehmen wir unser Zeugs – also Esther meines – auch immer auf und bringen es zum Abfallkübel. Ok, aber das war jetzt nur so ein Beispiel dafür, was ich nicht tun sollte.

 

Ganz zuoberst auf meiner Hobby-Liste stehen sowieso andere Sachen. Ich finde es nämlich total cool, mit den Augen die Umgebung nach Vögel abzusuchen und – wenn sich dann einer ganz frech ein paar Meter vor uns auf den Weg setzt – diesen zu beschleichen. 

Dog-TV: es läuft grad die Sendung mit den Vögeln :-)  Mein Hobby "beobachten" kann ich auch zu Hause ausleben
Dog-TV: es läuft grad die Sendung mit den Vögeln :-) Mein Hobby "beobachten" kann ich auch zu Hause ausleben
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Erziehung

"Was kann der denn so?"

Wenn diese Frage mit Blick auf die Hunde einer Hundetrainerin gestellt wird, dann bewegen sich die Erwartungen irgendwo zwischen "Salto rückwärts" und "Gedichte aufsagen". Willi und Kurt von Carolin Hoffmann können das überraschenderweise nicht. Aber dafür beherrschen sie eine noch viel anspruchsvollere Kunst.

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Ausdrucksverhalten

...................  Wenn das hier ............ mehr aussähe ........... wie das hier ....................

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Leben mit dem Katzentier

Ende November 2015 haben wir Nayeli, ein Bretonenmädchen aus dem Tierschutz, adoptiert. Ca.  13 Monate alt war sie, als sie zu uns gekommen ist  -  im besten Junghundealter also! 

Sie ist ein kleines mutiges Hundemädchen, das in der kurzen Zeit, seit sie bei uns lebt, schon ganz schön viel gemeistert hat. Ihr Mut und ihre Neugier erstaunen mich täglich. Es ist absolut berührend zu beobachten, wie aus dem verschreckten und ängstlichen Hundekind mehr und mehr ein verspieltes, verschmustes und fröhliches Hundemädel wird.

Nayeli – auch Möttchen (=die kleine Motte) genannt – wird ab und an die Tastatur unter ihre Pfoten nehmen und im Blog aus ihrem Leben hier in der Schweiz berichten.

Möttchen berichtet

Beim Start in mein neues Leben musste ich mich an extrem viel Neues gewöhnen und täglich Neues lernen!

Zum Beispiel:

Mein Spiegelbild nicht verbellen... in der Box Down-Time machen und entspannen, während Esther für mich nicht zu haben war... das Autofahren nicht mehr zum Ko*** finden... mich auf Frischfütterung umstellen... Ferien machen... komische Geräusche im Haus nicht beachten und vor allem nicht kommentieren... meine Geschäfte nicht in der Wohnung verrichten...  relativ entspannt beim Tierarzt sein... mit dem Zug und dem Bus fahren... und Vieles mehr! Das alles war also schon ziemlich anstrengend! Aber natürlich haben wir uns viel Zeit gelassen und tun das auch heute noch! So ganz nach dem Motto: Gut Ding will Weile haben!

 

Im neuen Zuhause gab’s auch noch ein schwarzes Katzentier. Ganz zu Beginn hat  Naira la Principessa – so heisst sie – im Büro von Esther gewohnt. Da durfte ich nicht rein, eine Kindersicherung hat mich daran gehindert. Ich bin dann ab und zu einfach davor gestanden und habe die Samtpfote beobachtet. Wenn ich ruhig zu ihr hingeschaut habe, gab's von Esther ein "click" und ein Bröckchen Futter ist zu mir geflogen. So habe ich schnell gelernt, dass sich das ruhige "Büsi-gucken" für mich lohnt!

 

Naira konnte entscheiden, ob und wann sie nach vorne ins Wohnzimmer oder in die Küche kommen wollte. Am Anfang ist sie nur nachts, wenn ich sicher in der Box versorgt war, ins Schlafzimmer gekommen und hat sich ihre Streicheleinheiten und ihre Kuschelzeit bei Esther abgeholt. Bald schon aber hat sie sich auch tagsüber nach vorne gewagt. Die ersten Male als sie ins Wohnzimmer kam, habe ich sie schon bizzi angepöbelt - knurren und wuffen und so. Esther hat mich u.a. deshalb in der ersten Zeit noch mit der Hausleine gesichert, damit sie mich im Kontakt mit der Principessa besser managen kann.

Thundershirt, Geschirr und Hausleine gehörten am Anfang zur Grundausstattung auch "inhouse"
Thundershirt, Geschirr und Hausleine gehörten am Anfang zur Grundausstattung auch "inhouse"
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Alltag mit Hund

Taschenkontrolle (6)

Es soll ja Menschen geben, die ganz ohne Tasche mit ihrem Hund unterwegs sind. Oder mit geringfügigem Gepäck. Zu ihnen zählt Alice Bigler mit Sicherheit mal nicht. Angeblich ist ihre Hundetasche eine Chaos-Bag. Was sie aber unbestritten ist: Nur angeblich eine Tasche.

Das ist die Tasche alias Dummyweste alias Dummygilet von Alice Bigler. Sie stellt mit ihrem - Zitat - "Knallfrosch" Rumo, einem Boxer-Labi-Mix, das "TeamBigler" in der Hundeschule TeamMenschHund mit Übungsplatz im bernischen Tägertschi. 

 

Die "Chaos-Bag" in der Gesamtsicht.

 

 

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Abschied

Was bleibt, wenn sie gehen ...

Es ist der Moment, dem wir wohl alle mit Bangen entgegensehen, vor allem dann, wenn wir unseren Seelenhund ziehen lassen müssen. Unseren "Einmal im Leben"-Hund, wie Carmen Trautmann ihre Kessy nennt. Vor mittlerweile fünf Jahren hat Kessy "die Räume gewechselt", und Carmen hat sie seinerzeit mit einer kleinen Hommage verabschiedet. Rückblickend erzählt sie, warum der Abschied damals auch ein Anfang war und wie Kessy heute das Zusammenleben mit ihrer Hündin Charis beeinflusst.

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Alltag mit Hund

Taschenkontrolle (5)

Wir alle haben schon einmal über dieses Modell einer Handtasche gestaunt, das äusserlich betrachtet gar nicht so geräumig wirkt, aber eine Menge Inhalt fasst. Derlei gibt es auch bei Hundetaschen. Esther Hufschmid hat so eine.

Das ist die Tasche von Esther Hufschmid.

Sie ist die Ausbildungsleiterin von cumcane familiari und Leiterin der Hundeschule Hundart Luzern www.hundart.ch. 

Von Esther bereits auf diesem Blog erschienen:

  • Muss ein Hundetrainer auch Menschen mögen?
  • Möttchen berichtet (ein mehrteiliges Tagebuch über Ankunft und Eingewöhnung von Nayeli alias Möttchen, einer Hündin aus dem Tierschutz)

 

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Ich heisse Nayeli

Ende November 2015 haben wir Nayeli, ein Bretonenmädchen aus dem Tierschutz, adoptiert. Ca.  13 Monate alt war sie, als sie zu uns gekommen ist  -  im besten Junghundealter also! 

Sie ist ein kleines mutiges Hundemädchen, das in der kurzen Zeit, seit sie bei uns lebt, schon ganz schön viel gemeistert hat. Ihr Mut und ihre Neugier erstaunen mich täglich. Es ist absolut berührend zu beobachten, wie aus dem verschreckten und ängstlichen Hundekind mehr und mehr ein verspieltes, verschmustes und fröhliches Hundemädel wird.

Nayeli – auch Möttchen (=die kleine Motte) genannt – wird ab und an die Tastatur unter ihre Pfoten nehmen und im Blog aus ihrem Leben hier in der Schweiz berichten. 

Möttchen berichtet

Möchtet ihr wissen, was ich als allererstes gelernt habe in meinem neuen Leben? Nein, nicht an lockerer Leine laufen oder die Umorientierung oder Sitz, Platz, Bleib oder sonst was in der Art. Ganz zuerst habe ich gelernt, wie ich heisse!

Das ging ganz lustig vor sich. Esther hat meinen Namen gesagt und mir ein Bröckchen Futter gegeben... meinen Namen gesagt und mich unterhalb der Ohren massiert (ich liebe es, wenn ich dort so richtig gekrault werde)... meinen Namen gesagt und mit mir einen Karton zum Schreddern gegeben... meinen Namen gesagt und mich mit lieber Stimme gelobt. Häufig habe ich was zu futtern bekommen, wenn ich meinen Namen gehört habe. Käse und Würstchen und andere so feine Sachen. Ich habe so ganz schnell gelernt, dass Nayeli etwas Gutes ankündigt und ich freue mich, wenn ich meinen Namen höre. 

In meinem früheren Leben hiess ich Negrita. Aber Esther hat gesagt: neues Leben, neuer Name. Und inzwischen habe ich "Nayeli" schon richtig gut gelernt. Wenn Esther sich zum Beispiel mit jemandem über mich unterhält und dabei meinen Namen erwähnt, gucke ich schnell zu ihr hin. Denn es könnte ja wieder was Tolles von meiner Menschenmama kommen!

Also mir gefällt mein Name, er fühlt sich gut an!

Eure Nayeli

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Kommunikation

Heisst Ihr Hund auch "Nein"?

Kennen Sie den? „Treffen sich zwei Hunde. Sagt der eine zum anderen: "Und? Wie heisst du?" Sagt der andere: "Fiffi Nein!!!" Das ist ein uralter Hundetrainer-Witz. Aber einer, der für Sonja Meiburg immer wieder aktuell ist. Und eines der Grundprobleme in der Kommunikation zwischen Mensch und Hund beinhaltet.

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Alltag mit Hund

Taschenkontrolle (4)

Katrin Fuchs trägt "Minirock". Das hat nichts mit einer modischen Vorliebe zu tun, aber alles mit einer Armverletzung, deren Heilung langwierig ist. Und so musste sich die Hundetrainerin etwas einfallen lassen, wie sie mit ihren zwei Hunden unterwegs sein und das Notwendige so verstauen kann, dass alles problemlos mit einer Hand erreichbar ist. Gewuss wie!

Das ist "der Minirock" von Katrin Fuchs. Sie gehört zum Trainerteam der Hunde-Denkschule "Zum Hund". Zu Katrins Familie zählen einerseits Vertreter der fellinen Bauart und andererseits Anou und Crispin.
Was es mit dem Minirock auf sich hat?
"Durch meine Armverletzung trage ich momentan Minirock (das ist ein finnisches Produkt www.helsitar.com). Ich komme, dank den grossen Öffnungen, mit dem gesunden Arm quasi überall hin. Den Rock trage ich nicht wie vorgegeben nach hinten gedreht, sondern nach vorne. In den letzten Monaten hat sich mein Röckchen absolut bewährt. Ausser, dass es bei so viel Inhalt zum Runterrutschen neigt und sich bei Dauerregen in der Tiefe 'Tümpel' bilden."

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Impulskontrolle

Von Marshmallows und Teenagerhunden

Wer sich beherrschen kann, hat mehr vom Leben. Zum Beispiel weniger Ärger. Das gilt für Mensch wie Hund, und für beide ist die Fähigkeit der Selbstbeherrschung nicht ganz einfach zu lernen. Es sei denn, das Training wird zur positiven Erfahrung, dass es sich lohnt, den Jogger nicht zu jagen. Wissenswertes und Praktisches dazu von Bettina Stemmler.

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Alltag mit Hund

Taschenkontrolle (3)

Statt eine für alles, drei für zwei bis vier - Jessica Frieden hat unterschiedliche Taschenvarianten, je nachdem mit wem und mit was sie unterwegs ist.

Das ist die Dummyweste von Jessica Frieden.
Sie betreibt gemeinsam mit Alice Bigler und Corinne Wenger die Hundeschule TeamMenschHund mit Trainingsplatz in Tägertschi (BE). Zu ihrer Familie zählen hundetechnisch die beiden Australian Shepherd Rüden Baileys und Flynn, manchmal ist sie aber mit einem Quartett unterwegs: Jessica hütet ab und zu Rumo alias "Rennsemmel", der zu Alice gehört. Dazu gesellt sich dann noch Katta, eine Samojeden-Hündin, die bei einer älteren Frau lebt und sich mehrmals die Woche bei Jessica und ihren Jungs austoben darf.

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Hundeknigge

Unser Feind, der harmlose Hund

Sie stellen die Mehrheit im Hundeuniversum, die unkomplizierten Vierbeiner, die "nur spielen" wollen und mal kurz "Hallo" sagen. Doch in den Händen bestimmter Halter werden sie zum Problem. Für Hunde, die nicht spielen wollen. Oder Menschen, die sich über das "Hallo" nicht freuen. Ein Plädoyer für mehr Achtsamkeit im Umgang mit den "Anders-Artigen".

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Beim Tierarzt

Ende November 2015 haben wir Nayeli, ein Bretonenmädchen aus dem Tierschutz, adoptiert. Ca.  13 Monate alt war sie, als sie zu uns gekommen ist  -  im besten Junghundealter also! 

Sie ist ein kleines mutiges Hundemädchen, das in der kurzen Zeit, seit sie bei uns lebt, schon ganz schön viel gemeistert hat. Ihr Mut und ihre Neugier erstaunen mich täglich. Es ist absolut berührend zu beobachten, wie aus dem verschreckten und ängstlichen Hundekind mehr und mehr ein verspieltes, verschmustes und fröhliches Hundemädel wird.

Nayeli – auch Möttchen (=die kleine Motte) genannt – wird ab und an die Tastatur unter ihre Pfoten nehmen und im Blog aus ihrem Leben hier in der Schweiz berichten. 

Möttchen berichtet

Eeeeeeigentlich war es ja ganz anders geplant...

Esther wollte nämlich, dass ich zuerst richtig ankomme im neuen Leben und Sicherheit gewinnen kann. So Ende Januar wäre dann ein erster Besuch beim Tierarzt geplant gewesen! Mit Betonung auf „wäre“!

Wir hatten bereits mit dem Pflegetraining begonnen, damit für mich der Tierarztbesuch mit möglichst wenig Stress abläuft. Wir haben zum Beispiel geübt auf den Tisch gehoben werden, mich überall anfassen lassen, in die Ohren gucken, am Bauch rum drücken, die Zeckenzange ansetzen, bürsten und lauter solche Sachen. Aber eben, es kam natürlich alles ganz anders als geplant!

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Wissenschaft

"Schnüffelkönig Mops!?" oder "Wie man Studien richtig liest"

Wissenschaftliche Studien rund um den Hund fördern immer auch Erkenntnisse zutage, die für Trainerinnen und Trainer ebenso spannend und hilfreich sein können wie für Menschen mit Hund ganz generell. Allerdings ist bei dem, was via Internet und Social Media an Resultaten verbreitet wird, Vorsicht geboten. Denn in der facebooktauglichen Kürze der Zusammenfassungen liegt vielleicht die Würze, aber vor allem so mancher Fehler. Wie aber liest man solche in der Regel anspruchsvollen Studien richtig? Die Biologin Dr. Ute Blaschke-Berthold hat sich eine Untersuchung genauer angesehen, die mit dem Fazit "Möpse riechen besser als Schäferhunde" die Runde gemacht hat. Und erklärt, was wirklich drin steht.

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Alltag mit Hund

Taschenkontrolle (2)

Es heisst, dass in einer gut assortierten Handtasche alles drin ist, was eine Frau braucht, um das Abenteuer Alltag souverän zu meistern. Gilt das auch für die Taschen, mit denen Hundemenschen unterwegs sind? Was haben die Trainerinnen und Trainer von ccf eigentlich dabei, wenn sie mit ihren Vierbeinern auf Gassitour sind oder mit ihren Kundenteams trainieren. Wir haben da mal nachgefragt. Und reingeguckt. Dieses Mal bei einem Mann.

Das ist die Tasche von Dieter Degen. Gemeinsam mit Ute Blaschke-Berthold leitet er die Hundeschule und Praxis für Verhaltenstherapie CumCane im nordrhein-westfälischen Niederkassel. Auf vier Beinen mit im Team: Linux (Border-Collie-Terrier-Mix), Kimi (Mix-Hündin aus altdeutschem Hütehund und Collie) und Bessie (engl. Collie ).

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Nachtleben

Wenn die Körbchengeister kommen ...

... dann ist das Teilen des Betts eine Frage des menschlichen Mitgefühls. Wenn auch nicht nur ...

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Maulkorbtraining

Wertvoller Helfer mit schlechtem Image

Der Maulkorb – für die Öffentlichkeit gilt er als Erkennungszeichen eines aggressiven Hundes, und bei Tier und Mensch ist er meist gleichermassen unbeliebt. Dabei leistet er Hund und Halter in schwierigen Situationen gute Dienste und erhöht nicht selten die Lebensqualität eines Vierbeiners. Unter bestimmten Voraussetzungen.

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Alltag mit Hund

Taschenkontrolle (1)

Es heisst, dass in einer gut assortierten Handtasche alles drin ist, was eine Frau braucht, um das Abenteuer Alltag souverän zu meistern. Gilt das auch für die Taschen, mit denen Hundemenschen unterwegs sind? Was haben die Trainerinnen und Trainer von ccf eigentlich dabei, wenn sie mit ihren Vierbeinern auf Gassitour sind oder mit ihren Kundenteams trainieren. Wir haben da mal nachgefragt.

Das ist die Tasche von Cordula Harms. Ihr gehört die Hundeschule Pfunds-Hund in Meckenbeuren am Bodensee, und sie teilt ihr Leben mit Mayte, Rio Reiser, Bono, Captain Jack Sparrow und immer mal wieder auch mit Pflegehunden.

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Messerückblick

HUND 16 - eine gemischte Bilanz

Einmal im Jahr kommt in Winterthur für drei Tage alles zusammen, was in irgendeiner Form mit Hunden zu tun hat. Dieses Mal waren es insgesamt 150 Firmen und Aussteller und mehr als 13700 Besucher. Ein Team von cumcane familiari war auch wieder dabei.  Und hat ein paar Impressionen mitgebracht.

 

 

 

 

 

Unser Stand war gut besucht. Viele ccf-Trainerinnen und -Trainer haben vorbeigeschaut ebenso wie aktuelle Absolventinnen und Absolventen. Besonders erfreulich: Wir konnten zahlreiche interessierte Besucherinnen und Besucher über unsere Philosophie und die Ausbildung bei cumcane familiari informieren. Ebenfalls gefragt waren Adressen von ccf-zertifizierten Hundeschulen in der eigenen Wohnumgebung. Und es scheint sich - zumindest bei Ersthundehaltern - ein Umdenken abzuzeichnen, ein bewussterer Umgang mit der Entscheidung, das Leben mit einem Hund teilen zu wollen: eine Vielzahl der gestellten Fragen betrafen die Wahl einer für die eigene Lebenssituation geeigneten Rasse und den Sachkundenachweis SKN. Sehr erfreulich.

 

Hunde an der Hund - da scheiden sich die Geister. Während die von den Rasseclubs und Organisationen gezeigten Hunde in einem minimalen Rückzugsraum an Ort und Stelle bleiben konnten,  wurden wieder zahlreiche gestresste und verängstigte Hunde von ihren Haltern unbarmherzig durch Messehallen und Menschengewimmel geschleppt. Auch Welpen und Junghunde, obwohl Hunde unter sechs Monaten verboten sind. Insgesamt: Zu viele Hunde - zu wenig Kontrolle. Dass der Veranstalter in eine Medienmitteilung für dieses Jahr stolz eine Messe "ohne jegliche Zwischenfälle"  bilanziert, geht an der Problematik ganz offensichtlich vorbei.

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Der schwierige Hund

Plädoyer für das Durchhalten

Der Umgang mit einem anspruchsvollen, einem schwierigen Hund mag zuweilen hoffnungslos scheinen, mehr frustrieren als man es je für möglich gehalten hat und einen zuweilen an den Rand des Wahnsinns treiben. Aber wenn man durchhält, dann ist das Glück grösser als man es in Worte fassen kann. Deshalb dürfen wir einen schwierigen Hund niemals aufgeben. Er wird uns dafür etwas geben, ohne das wir nicht mehr leben wollen.

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Ernährung

Ein heiliger Bimbam namens B.A.R.F.

Viele fühlen sich berufen, doch nur wenige sind auserwählt: Seit die Rohfütterung in Ratgeberliteratur und Hundeforen zum Mass allen Futters erhoben wurde, streiten sich ihre Anhänger über den wahren Weg der Erleuchtung. Dabei sollte es doch eigentlich um etwas ganz anderes gehen, meint Ernährungsberaterin Inken Rehburg.

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Ferien!

Ende November 2015 haben wir Nayeli, ein Bretonenmädchen aus dem Tierschutz, adoptiert. Ca.  13 Monate alt war sie, als sie zu uns gekommen ist  -  im besten Junghundealter also! 

Sie ist ein kleines mutiges Hundemädchen, das in der kurzen Zeit, seit sie bei uns lebt, schon ganz schön viel gemeistert hat. Ihr Mut und ihre Neugier erstaunen mich täglich. Es ist absolut berührend zu beobachten, wie aus dem verschreckten und ängstlichen Hundekind mehr und mehr ein verspieltes, verschmustes und fröhliches Hundemädel wird.

Nayeli – auch Möttchen (=die kleine Motte) genannt – wird ab und an die Tastatur unter ihre Pfoten nehmen und im Blog aus ihrem Leben hier in der Schweiz berichten. 

 

Möttchen berichtet

Ferien!

Ich war im Januar in den Ferien! Ganz viele „zum ersten Mal“ habe ich da erlebt.

Zum Beispiel bin ich mit der Zahnradbahn gefahren. Es hatte gruselig viele Menschen. Aber auf Esthers Schoss fühlte ich mich so sicher, dass ich sogar kurz eingedöst bin.

 

Oben auf dem Berg hatte es Schnee, richtig viel Schnee! Ich bin rumgedüst wie blöd und konnte mich vor Freude fast nicht erholen. Dabei bin ich ja als Spanierin von Haus aus eher die Sonne und warme Temperaturen gewohnt...


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Neuzüchtung

Goldendoodle, Labradoodle und Cockapoo - sie sind Vertreter der so genannten Designer- oder Hybridhunde. Anders als bei Mischlingen kommt bei diesen Hunden nicht zusammen, was sich zufällig über die Pfoten läuft, sondern, was der Mensch als beste Summierung bestimmter positiver Rasse-Eigenschaften betrachtet. Dabei geht es in erster Linie um Wesensmerkmale. Von ihren Züchtern werden Hybridhunde aber auch oft als "hypoallergen" angepriesen, also als "für Allergiker geeignet". Wissenschaftlich konnte die Existenz hypoallergener Hunde jedoch nicht bestätigt werden. Bis jetzt. Denn in Dallas, Texas, wurde kürzlich eine völlig neue Designerrasse entdeckt: Der Thujadel.

Thujapflanze in einem Topf
Der Thujarüde: nicht ganz symmetrisch im Körperbau bestach dieses Exemplar durch seine hohe Frustrationstoleranz in der Topfhaltung
Schwarze Pudelhündin in Show-Haltung
Die Hündin: Elegant in der Erscheinung und trotz fesllstäubender Silhouette von ruhigem, ausgeglichenem Wesen
Inszenierung an der Blumenschau in Dalles: Eine aus Thuja und Bucjs geformte Gruppe von Pudeln
Pflegeleicht, friedlich, biologisch abbaubar, bellt und beisst nicht: der Populariät des Thujadels sind auch bei Allergikern keine Grenzen gesetzt.
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Wendepunkt

Training zum Glück

Viele Halter fühlen sich mit Alphawurf, Leinenruck und dem Umgang mit ihrem Hund "nach alter Schule" nicht wirklich wohl. Doch was tun, wenn der Trainer sagt: "Das muss man so machen, sonst wird der Hund dominant"? Anja Kiefer hat trotzdem auf ihr Bauchgefühl gehört und sich auf die Suche nach einer gewaltfreien Alternative gemacht. Und sie in der positiven Verstärkung gefunden. Eine Trainingsmethode, die für sie allerdings einen Nachteil hat.

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Ausgezeichneter Kurzfilm

Das Geschenk

Entstanden ist der Kurzfilm "The Present" als Abschlussarbeit an der Filmakademie Baden Württemberg. Daraus geworden sind vier Minuten 3D-Animation, die seit der Veröffentlichung 2014 mit über 50 Festival-Awards ausgezeichnet wurde. Irritiert es auf den ersten Blick noch, dass hier einem Jungen ein Hund geschenkt wird, um ihn von seine Spielkonsole weg nach draussen zu locken, so wird am Ende wird klar, dass dahinter eine andere Botschaft steckt. Denn der Hund hat nur drei Beine ...

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Hundewetter

Um seinen Standpunkt auch bei Gegenwind zu verteidigen, ist ein gewisses Gewicht von Vorteil ....

In den Hauptrollen: Basi "Il Buffalo" Basinski dero zu Rottweil  und ein Sturmtief

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Therapiehund

Brückenbauer auf vier Pfoten

Licht in einen tristen Alltag bringen, Streicheleinheiten schenken, Erinnerungen lebendig werden lassen, Heilung fördern - Therapiehunde  vollbringen in ihren Einsätzen immer wieder kleine Wunder. Die sind jedoch nur möglich, wenn der Hund und sein Mensch bestimmte Voraussetzungen mitbringen.

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Die ersten Tage im neuen Leben

Möttchen berichtet

Ende November 2015 haben wir Nayeli, ein Bretonenmädchen aus dem Tierschutz adoptiert. Ca.  13 Monaten alt war sie, als sie zu uns gekommen ist  -  im besten Junghundealter also! 

Sie ist ein kleines mutiges Hundemädchen, das in der kurzen Zeit, seit sie bei uns lebt, schon ganz schön viel gemeistert hat. Ihr Mut und ihre Neugier erstaunen mich täglich. Es ist absolut berührend zu beobachten, wie aus dem verschreckten und ängstlichen Hundekind mehr und mehr ein verspieltes, verschmustes und fröhliches Hundemädel wird.

Nayeli – auch Möttchen (=die kleine Motte) genannt – wird ab und an die Tastatur unter ihre Pfoten nehmen und im Blog aus ihrem Leben hier in der Schweiz berichten. 

 

Ich erinnere mich gut an meine ersten Tage in meinem neuen Leben. Es war also so ziemlich alles ziemlich gruselig für mich: die Geräusche, die Gerüche, die Menschen sowieso und dann gab es da auch noch ein Katzentier im neuen Zuhause!

Ich habe mich sehr vorsichtig bewegt, war immer parat zu flüchten und habe mich erst mal nur im Wohn- und Schlafzimmer aufgehalten.

Bei Esther fühlte ich mich relativ schnell sicher, habe ihre Nähe gesucht und bin ihr bald schon überall hin hinterher getappert.

Bei Ruedi habe ich länger gebraucht, bis ich ihm vertrauen konnte. Ich habe ihn die erste Zeit sogar ziemlich heftig angepöbelt.  Geholfen hat mir, dass Ruedi sich immer angekündigt hat, wenn er in meine Nähe gekommen ist. Und dann hatte er auch so feine Leckerli und Käsestückchen, die er mir zugeworfen hat. Ich muss sagen, das hat mich also schon positiv für ihn eingenommen.

Und heute - heute flirte ich ihn kräftig an, bringe ihm meine Spieli und hüpfe um ihn herum - heute sind wir Freunde!

 

Was sich auch sehr verändert hat, sind meine Spaziergänge. Am Anfang waren wir nur sehr kurz unterwegs. Ich musste vor allem immer die Gegend abscannen, mich absichern,  bin oft einfach stehen geblieben und habe geschaut und geschaut und geschaut.

Heute ist das ganz anders. Heute geniesse ich es total, wenn ich so richtig, richtig rumdüsen kann! Das ist toll! Das Leben ist toll!

Eure Nayeli

 

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SKN-Theorie

Sachkundenachweis-Theorie: Die Pflicht als Chance

Ersthundebesitzer müssen zwingend den theoretischen Teil des SKN absolvieren. Das stösst nicht bei allen auf Verständnis oder gar Begeisterung. Und so sehen sich die Hundetrainerinnen und -trainer einer Gruppe von Teilnehmenden gegenüber, die sich in Motivation, aber auch Vorkenntnissen sehr unterscheiden. In vielerlei Hinsicht eine Herausforderung. Anja Winter von der Hundeschule WauHow findet, dass man mehr aus dieser Pflichtübung machen kann. Für alle Beteiligten inklusive dem künftigen vierbeinigen Familienmitglied.

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Der moderne Hundetrainer

Muss ein Hundetrainer auch Menschen mögen?

Sind gute Hundetrainer psychologisch versierte Pädagogen im Fachbereich Kynologie? Oder doch vielleicht eher Kynologen, die sich irgendwie auch für Menschen interessieren und gut erklären können? ccf-Ausbildungsleiterin Esther Hufschmid muss da gar nicht überlegen.

Noch nicht so lange her, da genügten ein Stück eingezäunte Wiese, ein Unterstand mit Stühlen, eine Thermoskanne Kaffee, Freude am Hund und die Überzeugung, anderen Menschen mit Hund etwas beibringen zu können – fertig war die Hundeschule. Dort ging man mit seinem Hund hin oder auch nicht, auf dem Programm standen „Sitz, Platz, Fuss, Bleib“ und Anleitungen, wie man den eigenen Alphastatus gegenüber dem Hund verteidigt. Verteidigte der wiederum bellend den Gartenzaun gegen Passanten, nun ja, selber schuld, müssen die Leute halt nicht so dicht am Zaun vorbeigehen, und was Hundehaufen am Feldrand anging, wo sollen sich die Vierbeiner denn bitte sonst erleichtern, wenn nicht im Grünen.

 

Woran sich bis heute nichts geändert hat: Jeder und jede kann sich Hundetrainer nennen, der Beruf ist nach wie vor staatlich nicht anerkannt. Diesem „Jekami“ steht jedoch eine zunehmend komplexe Realität gegenüber, die an Menschen mit Hund hohe Anforderungen stellt. Einerseits in Form von Verordnungen wie z.B. der Verpflichtung, den Sachkundenachweis zu absolvieren. Andererseits seitens der sozialen Umwelt, die immer dichter besiedelt ist und das Leben der Hundehalter nicht nur räumlich einengt. Aber auch die Halter selbst stellen höhere Ansprüche und zwar an den Hund und ihr Zusammenleben mit ihm: Er ist vom Gebrauchstier zum Sozialpartner geworden, aus der einst rein funktionale Beziehung zwischen Mensch und Hund ist eine emotionale Bindung geworden.

 

Was heisst das für die Hundeschulen? Konkret: was müssen Hundetrainerinnen und Hundetrainer angesichts dieser Entwicklungen an Fähigkeiten mitbringen, was müssen sie lernen, um gut zu sein? Dazu Antworten von Esther Hufschmid Geschäfts- und Ausbildungsleiterin von cumcane familiari.

 

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